Neue AU Bescheinigung ab 2016 – wichtig für Arbeitnehmer

Für Sie als Arbeitnehmer waren es die 2 wichtigsten Dokumente – die AU-Bescheinigung („der gelbe Schein“) und der Auszahlschein der Krankenkassen. Beide zusammen sicherten Ihnen Entgeltfortzahlung und Krankengeld bei Krankheit. In der Praxis gab es dadurch oft Probleme mit Zeitlücken, die bis zum Verlust des Krankengeldes führen konnten.

Durch das neue AU Formular ab 2016 hat der Gesetzgeber in Dortmund diese Probleme behoben.

Alte Regelung führte oft zum Leistungsverlust in Dortmund

Vor dem 01.01.2016 gab es zwei wichtige Dokumente für den Arbeitnehmer. Mit der AU-Bescheinigung konnten Sie vom Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung des Lohnes oder Gehaltes bis zu 6 Wochen bei Krankheit erhalten. Der „gelbe Schein“ wurde auf einem einheitlichen Formular vom Arzt ausgefüllt. Das Krankengeld nach 6 Wochen AU durch die Krankenkasse musste jedoch zusätzlich auf einem gesonderten Auszahlschein abgefordert werden, der ebenfalls die Pflichten von Arbeitgebern und das Arbeitsrecht bescheinigte.

In der Praxis kam es dabei jedoch häufig zu existentiellen Problemen und Fehlern, die oft sogar dazu führten, dass der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf das Krankengeld (bis zu 18 Monate) verloren hat. Das passierte in dem Fall zum Beispiel, dass der Arbeitnehmer bei der AU-Schreibung in der Praxis den Auszahlschein seiner Kasse nicht dabei hatte.

Wenn jetzt nur die AU in Dortmund auf dem gelben Schein festgestellt wurde oder auch nicht festgestellt wurde, ging der Anspruch auf Krankengeld unter Umständen verloren, weil das absolut erforderliche Dokument Auszahlschein erst mit späterem Datum ausgestellt wurde. Zudem gab es kein einheitliches Formular für den Auszahlschein, so dass es oft zu fehlerhaften Eintragungen durch den Arzt kam. Wenn aber keine nahtlose AU bescheinigt wurde, ging der Anspruch auf Krankengeld vollständig verloren.

Neues Modell vereinigt AU-Bescheinigung und Auszahlschein

Durch die neue Regelung und standardisierte Gestaltung des Formulars ab 2016 hat der Gesetzgeber diese Praxis-Probleme effektiv beseitigt und überhaupt das Verfahren für alle Beteiligten vereinfacht. Es gibt seit dem 01.01.2016 nur noch den einen „gelben Schein“. Diese neue AU-Bescheinigung ist einheitlich für alle Kassen gleich und wird wie bisher vom behandelnden Arzt ausgefüllt, der die AU bescheinigt. Dadurch ist der bekannte Auszahlungsschein entfallen.

Beim Formular für AU und Krankengeldzahlung ab 2016 ist neben dem bisher schon vorhandenen Durchschlag für den Arbeitgeber zusätzlich ein weiterer Durchschlag für den Arbeitnehmer enthalten. Mit diesem Durchschlag soll die Information des Arbeitnehmers erleichtert werden, das genaue Datum, wann die Arbeitsunfähigkeit endet und nötigenfalls verlängert werden muss, zu beachten.

Da das Formular dem Arzt immer zur Verfügung steht, kann es auch nicht mehr vorkommen, dass Sie es beim Praxis-Besuch vergessen. Sie müssen sich auch beim Formular für die AU oder den Krankengeldbezug ab 2016 keine Sorgen machen, dass der Arbeitgeber Ihre Diagnosen erfährt. Auch hier sind diese beim Durchschlag für den Arbeitgeber geschwärzt.

Standardisierung vermeidet Fehler

Da der bisherige Auszahlschein entfallen ist, muss vom Arzt keine Diagnose oder Dauer der AU mehr von Hand eingetragen werden. Das einheitliche Formular für die neue AU Bescheinigung ab 2016 wird wie der bisherige gelbe Schein komplett per PC vom Arzt ausgefüllt und ausgedruckt. Durch dieses IT-gestützte Verfahren entfallen bisherige häufige Fehlerquellen, die mindestens zu ärgerlichen Verzögerungen bei der Auszahlung des Krankengeldes geführt hatten.

Die neue Regelung ab 01.01.2016 ist für alle ein Gewinn und erleichtert die Arbeit. Patienten als Arbeitnehmer, Krankenkassen und Ärzte haben nur Vorteile von dem neuen Verfahren. Auch wird Ihr Anspruch rechtlich gesicherter.